Uruguay steigt zum größten Cannabisdealer der Welt auf

Urugay ist der erste Staat der Welt, der Marihuana staatlich kontrollieren, produzieren und verkaufen wird. Damit will die Politik den Cannabishandel der Mafia entreißen und in staatliche Hände geben.

Die Abstimmung für den Gesetzesentwurf fiel mit 16 zu 3 Stimmen sehr deutlich aus. Damit ist die letzte parlamentische Hürde genommen. Als nächter Schritt erfolgt die gründung eines Instituts zur Regulierung und Kontrolle von Cannabis(RCCA), das dem Gesunheitsministerium untersteht und den Marihuanamarkt kontrollieren soll.

Und das ist auch der Grund für das liberale Gesetz. Der Drogenhandel generiert seine riesigen Gewinne vor allem aus dem illegalen Handel. „Wir müssen ihnen das Geschäft entreißen. Wir müssen der Mafia das Geschäft kaputt machen“ sagt Uruguays Präsident Jose Mujica.

Seit mehr als drei Jahren streift die Legalisierungsdebatte schon durch Südamerika. Aber auch weltweit ist das Interesse riesig. So sagte Guatemalas Präsident Otto Molina bereits „wir leiden unter diesen Drogenkrieg. Wir müssen komplett umdenken!“. Auch Kolumbiens Präsident schlug in die selbe richtung ein, jedoch kritisierte er offen die USA.

„Während wir unseren Kleinbauern, die Marihuana anbauen, festnehmen sollen, zündet sich der Gringo in Ruhe einen Joint an“ so Präsident Juan Manuael Santos. Sein Land zählt zu den größten Drogenproduzenten weltweit, allerdings glaubt er auch nicht an einen erfolgreichen Alleingang. „Wir brauchen eine internationale Lösung, die für alles verbindlich ist“.

 

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