Haaranalyse bei Cannabis Konsum nicht zweifelsfrei

Die Haaranalyse ist für viele Kiffer die einen Führerschein besitzen wohl der blanke Horror. So können doch die THC Abbauprodukte auch Monate nach dem dem letzten Konsum nachgewiesen werden und dadurch kann es zum Entzug der Fahrerlaubnis kommen. Doch jetzt berichten Forscher über einen Eigenversuch mit Cannabis welcher die Haaranalyse in Frage stellt.

Die Haaranalyse wird „sehr“ in Frage gestellt

Wie die Freiburger Forscher Bjoern Mossmann, Nadine Roth und Volker Auwärter auf Nature.com berichten wird die Genauigkeit der Haaranalyse bezweifelt. Obwohl es in der Bundesrepublik Deutschland seit Ende der 70-er Jahre als zweifelsfrei betrachtet wird, versuchten sich die Wissenschaftler an einem Selbstversuch.

Dreimal täglich nahmen sie dazu Drobaniol ein, welches ein synthetisches Cannabis in Kapselform ist. Danach untersuchten sie ihre Bart-, Kopf- und Körperhaare und stießen auf etwas Besonderes. Es wurden zwar geringe Spuren von THC und deren Abbauprodukten gefunden, jedoch war dies ebenso in Haaren die vor dem Experiment gewachsen sind der Fall.

Da die Abbauprodukte auch über den Schweiß ausgeschieden werden, können die Haare ebenso dadurch Kontaminiert worden sein. Auf jeden Fall schließen die Forscher den Zeitschreibereffekt bei der Haaranalyse aus.

Positiver Haaranalyse bei passivem Rauchen

Dies war nicht der erste Versuch der Freiburger Forscher. Bei einem voran gegangen Experiment wiesen sie sogar nach das man gar nicht selber kiffen muss um positiv getestet zu werden.. Zwischen Kiffern zu stehen kann unter Umständen schon zu einer Verunreinigung der Haare führen. Selbst durch mehrmaliges Waschen ließ der Effekt nicht nach. Aber auch der enge Körperkontakt zu anderen Kiffern kann die Haare und die Hände verunreinigen.

Trotz solchen Untersuchungen wird in Deutschland immer noch die Haaranalyse vor allem in Verbindung mit dem Führerschein und der MPU genutzt. Selbst wenn man ganz sicher nichts geraucht hat und vielleicht Opfer einer Cannabis Kontamination durch Freunde oder Bekannte wurde, wird man ziemlich sicher seinen Führerschein verlieren und die nicht geringen Kosten übernehmen müssen.

 

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