Reichstag in Berlin

Modellprojekt Kiffen scheitert an den Grünen

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So schnell geht es doch in unserer Welt. Früher, als die Grünen noch um jeden Wähler kämpfen mussten, das versprachen sie den Kiffern noch die Legalisierung von Cannabis. Und gestern geschah dann das unfassbare. Sie lehnten in Nordrhein-Westfalen einen von den Piraten eingebrachten Antrag ab.

Was für ein Antrag?

Die Piratenpartei hatte ebenfalls die Sinnlosigkeit einer Strafverfolgung von Cannabis Konsumenten erkannt, und wollte mit ihrem Antrag “ Modellprojekt für eine gesicherte Abgabe von Cannabis“ eine Legalisierung erreichen. Bis zu 30 gr. sollten als Eigengebrauch durchgehen.

Ebenso wollten sie diesen Grenzwert auch auf Bundesebene durchsetzen, damit er in ganz Deutschland als Eigengebrauch gilt. Was wohl Bayern dazu sagen würde?

Doch leider hatte der Antrag keinen Erfolg. Er wurde durch die SPD und ihren Koalitionspartner die Grünen im Parlament abgelehnt. Doch warum stellen sich ausgerechnet die Grünen gegen eine Legalsierung von Cannabis?

Koalitionszwang wichtiger als das kiffen

Noch kurz vor der Abstimmung hatte sich der Grünen Politiker Arif Ünal in der Welt dafür ausgesprochen diesen Versuch zu wagen. Doch ausgerechnet von den Grünen stimmte nicht ein einziger für den eingebrachten Antrag für das Modellprojekt Kiffen. Der Grund hierfür liegt im Koalitionszwang des Partners SPD.

Da diese ebenfalls einen Gesetzesentwurf bis Ende des Jahres in das Parlament einbringen wollen und somit den Erfolg für sich beanspruchen. Damit zeigt sich auch wieder das die Äußerungen in der Öffentlichkeit und das Abstimmungsverhalten mancher Politker sehr weit auseinander liegen.

Umso wichtiger ist es für jeden von uns Cannabis Konsumenten das man zu den Wahlen geht und der richtigen Partei seine Stimme gibt. Doch leider müssen wir auch Zugeben das es immer schwieriger ist die richtige Partei zu finden. Viele Parteien versuchen gerade mit Ziel auf die Bundestagswahl 2017 Wählerschichten zu erschließen. Da sind fast 6 Millionen Cannabis Konsumenten sehr willkommen.

Ob sich dann nach der Wahl auch wirklich etwas ändert, wird leider erst die Zeit zeigen.